Ddorf-Aktuell – Internetzeitung Düsseldorf

Hauptmenü

  • Düsseldorf
    • Aktuelles
    • Blaulicht
    • Verkehr
    • Karneval
    • Schützen
  • Service
    • Gesundheit
    • Events
    • Termine
    • Shopping
    • Essen & Trinken
    • Motor
    • Reise
  • Politik
    • Stadtrat
    • Stadtteile
    • Parteien
    • Bauen & Wohnen
  • Wirtschaft
    • Unternehmen
    • Gewerkschaften
    • Verbände
    • Messen
    • Karriere
    • Bildung
  • Kultur
    • Kunstfakten
    • Kunstkritik
    • Theater
    • Film
    • Musik
    • Literatur
    • Malerei
    • Fotografie
    • Tanz
    • Ausstellungen
  • Sport
    • Tischtennis
    • Eishockey
    • Fußball
    • Laufen
    • Basketball
    • Handball
    • Football
    • Lokalsport
  • Am Rand(e) notiert

logo

Ddorf-Aktuell – Internetzeitung Düsseldorf

  • Düsseldorf
    • Aktuelles
    • Blaulicht
    • Verkehr
    • Karneval
    • Schützen
  • Service
    • Gesundheit
    • Events
    • Termine
    • Shopping
    • Essen & Trinken
    • Motor
    • Reise
  • Politik
    • Stadtrat
    • Stadtteile
    • Parteien
    • Bauen & Wohnen
  • Wirtschaft
    • Unternehmen
    • Gewerkschaften
    • Verbände
    • Messen
    • Karriere
    • Bildung
  • Kultur
    • Kunstfakten
    • Kunstkritik
    • Theater
    • Film
    • Musik
    • Literatur
    • Malerei
    • Fotografie
    • Tanz
    • Ausstellungen
  • Sport
    • Tischtennis
    • Eishockey
    • Fußball
    • Laufen
    • Basketball
    • Handball
    • Football
    • Lokalsport
  • Am Rand(e) notiert
  • Düsseldorf Benrath: Lilli-Marx-Raum und Bunker – Abiturienten erhalten Einblicke

  • Fortuna Düsseldorf besiegt Alstaden mit 12:0 im Niederrheinpokal

  • Düsseldorf: Staatsschutz ermittelt nach Körperverletzungsdelikt am Rathausufer

  • Was der böse Bube träumte: Immendorff im Kunstpalast Düsseldorf

  • Aquazoo-Direktor Dr. Jochen Reiter verlässt Düsseldorf in 2027

KulturLiteraturTop News
Home›Kultur›Im Vorübergehen: Helga Meister über Düsseldorfer Kunst im Freien

Im Vorübergehen: Helga Meister über Düsseldorfer Kunst im Freien

Von Birgit Koelgen
14. Februar 2022
Teilen:
Der Kunst ergeben: Kritikerin und Buchautorin Helga Meister mit einem von 125 gewürdigten Werken – dem „Aufsteigenden Jüngling“, 1933 von Georg Kolbe zu Ehren von Heinrich Heine geschaffen. Foto: Birgit Kölgen

Alles dicht. Was sollte der kulturell interessierte Mensch im Lockdown machen? Spazieren, Flanieren. Und neu wahrnehmen, was da eigentlich im öffentlichen Raum steht. Eine Stadt ist ja immer auch ein Freilichtmuseum, sehr gemischt. Helga Meister, altgediente Kunstkritikerin und unermüdlich mit dem Rad unterwegs, hat genauer hingesehen und der Pandemie ein naheliegendes Werk abgetrotzt. Ihr informatives und unterhaltsames Buch „Düsseldorf – Kunst im Freien“ würdigt 125 Skulpturen von 90 Bildhauern, war sofort vergriffen und ist jetzt zum zweiten Mal aufgelegt worden.

Die Ausschmückung eines Stadtbildes mit Kunst ist immer eine Frage des Geschmacks. Die einen sehen lieber einen röhrenden Hirsch, die anderen mögen es abstrakt. Dazu kommen die Launen des Zeitgeistes. Während der 125 Jahre alte, lorbeerbekränzte „Vater Rhein“ und seine koketten „Töchter“ in patriarchalischer Herrlichkeit dem Kaiser Wilhelm und Preußens Gloria huldigen, soll das „Seltsam klassische Denkmal“ von Claus Richter, das jüngst am Rhein neben dem Apollo-Varieté aufgestellt wurde, die neue diverse Gesellschaft mit ihren bunten Geschlechterrollen feiern. Dass der Stil der Figuren mit ihren hochgeregten Fäusten und Victory-Zeichen eher an Propagandakunst erinnert, ist nicht zu übersehen. Helga Meister bleibt diplomatisch. Sie erwähnt das umstrittene Werk zwar kurz im Vorwort, würdigt es aber nicht weiter.

Eingepflanzt: Das Gras wächst über der „Großmutter Erde“, einem Bettgestell aus Stahl, das Sandro Antal 1988 für einen Skulpturenweg schuf – inspiriert vom Bett seiner Großmutter, einer ungarischen Kleinbäuerin, Foto: Birgit Kölgen

Die heikle Vergangenheit

Was sie interessiert, das bekommt seinen Platz. Die Auswahl ist subjektiv, aber streng alphabetisch nach den Namen der Künstler (*innen gibt es kaum) geordnet. Das reicht von A wie Alviani, Getulio, dessen „Kreis + Quadrat = Volumen“ 1967 die nüchterne Klarheit der Moderne markierte, bis Z wie Zschorsch, Alfred, dessen artiger „Radschlägerbrunnen“ 1954 von den Düsseldorfer Jonges für den Burgplatz spendiert wurde. Helga Meister erzählt liebevoll von den „Pänz“, die nach dem Radschlagen um „eene Penning“ bitten, verschweigt aber nicht, dass der Künstler Zschorsch auch bei den Nazis wohlgelitten war und, als Mitglied der NSDAP, 1938 den Gaukulturpreis für Plastik bekam.

Andere prominente Düsseldorfer wie der Ehrenhof-Architekt Wilhelm Kreis oder der spätere Nachkriegsstadtplaner Friedrich Tamms kamen sogar auf Hitlers „Gottbegnadetenliste“ – ein heikles Feld, das Helga Meister beherzt betritt. Nicht alles, was den Nazis gefiel, muss heute als schlechte Kunst bezeichnet werden. Hitlers späterer Lieblings-Bildhauer Arno Breker schuf als junger Mann 1925 die liegende „Aurora“ auf dem Belvedere des Kunstpalasts, als er sich noch als Mitglied der Avantgarde verstand. Sein Idol war der Franzose Aristide Maillol (1861-1944), dessen sanfter Frauenakt „Harmonie“ 1951 auf Brekers Vermittlung vom Industriellen Hugo Henkel für den Düsseldorfer Kunstverein gestiftet und auf dem Napoleonsberg im Hofgarten aufgestellt wurde.

„Penetration“ nannte Peter Schwickerath die Edelstahlskulptur, die 1978 zur Feier der Brückenverschiebung an das Oberkasseler Ufer gesetzt wurde, Foto: Birgit Kölgen

Die Geschichte von Dina

Das Modell für die sinnlich-schöne Figur war übrigens eine junge jüdische Französin namens Dina Vierny, die, wie Helga Meister erzählt, den alten Maillol mitten im Krieg beflügelte: „Der Senior muss hingerissen gewesen sein.“ Als sie 1943 von der Gestapo verhaftet wurde, bat Maillol den Kollegen Breker um Hilfe – und tatsächlich ließ der Düsseldorfer „seine Verbindungen zu höchsten NS-Chargen spielen“ und rettete das junge Mädchen, die sich ewig dankbar zeigte und 1977 das Maillol-Museum in Paris eröffnete. Auch solche Geschichten findet man im Nachschlagewerk von Helga Meister.

Es macht Spaß, darin zu lesen, Neues zu lernen, Kenntnisse aufzufrischen. Und Altbekanntes noch einmal genauer anzusehen. Zum Beispiel den allseits beliebten, häufig geflickten „Tritonenbrunnen“, den Karl Janssens Meisterschüler Fritz Coubillier um 1900 in den Kö-Graben setzte. Jeder kennt den muskulösen Meeresgott mit dem Fischschwanz, der da zwischen puttenartigen Knaben die Harpune schwingt und dem wasserspuckenden Delphin das Maul aufreißt. „Das ist weder wilhelminisches Neobarock noch Klassizismus, sondern dadaeske Phantasie“, findet die Autorin.

Mutterseelenallein steht die eiserne Frauenfigur des 1992 verstorbenen Bildhauers Karl Bobeck in der Mühlengasse. Die dazugehörige Familie, „Vater“ und „Tochter“ wurden demoliert, entfernt und noch nicht wieder ersetzt, Foto: Birgit Kölgen

Der Mann ohne Kopf

Und so geht es weiter – zum 4,75 Meter großen „Kouros“ zum Beispiel, der, antik wirkt, aber nur der Abguss einer altgriechischen Statue ist, 1997 vom Konzeptkünstler Stefan Demary (1958-2011) erdacht. „Bruch und Distanz“ war sein Thema, weshalb er den Kopf des Jünglings vom Körper trennte und separat präsentierte. Heute sieht man das nicht mehr gut, denn der Leib steht an der Danziger Straße, der Kopf wurde unter eine Brückenrampe geschoben: „Damit ist das Konzept des Künstlers nicht mehr nachvollziehbar, dass der Autofahrer aus den Sichtbeziehungen zwischen beiden Teilen selbst die Einheit in seinem Kopf herstellen soll“.

Also: Viel Stoff zum Nachdenken. Und zum Diskutieren. Wie findet man selbst eine Skulptur? Was hält man von den zwei schrägen Edelstahlrohren mit Aussparung („Penetration“), die Peter Schwickerath 1978 an den Fuß der Oberkasseler Brücke setzte? Amüsiert man sich über die lebensechten „Säulenheiligen“, die Christoph Pöggeler auf Litfaßsäulen gesetzt hat? Oder bevorzugt man den kühlen Glanz der Moderne wie bei Macks „Segelbrunnen“ an der Berliner Allee? Und: Wie gut kümmert sich die Stadt um ihre Kunstwerke? Karl Bobeks eiserne „Mutter“ steht nur deshalb allein in der Mühlengasse, weil die dazugehörige Familie, Vater und Tochter, von einem Rettungswagen und einem LKW umgefahren und demoliert wurden. Seit 2018 heißt es, dass die 1988 aufgestellten Figuren neu gegossen werden sollen. „Man darf gespannt sein“, bemerkt Helga Meister süffisant. Und das gilt auch für ihre Leser*innen.

Neu aufgelegt

Helga Meister: „Düsseldorf – Kunst im Freien. 90 Bildhauer, 125 Skulpturen“. Verlag Peter Tedden, 232 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Zweite Auflage jetzt im Buchhandel erhältlich. 28 Euro.

StichworteKunstMeister
Vorheriger Artikel

Düsseldorf soll fahrradfreundlich werden – Bürger sind ...

Nächster Artikel

Düsseldorf: Eindrucksvolle Worte und Tanz gegen Gewalt ...

0
Anteile
  • 0
  • 0
  • 0

  • Neueste Beiträge

  • Düsseldorf Benrath: Lilli-Marx-Raum und Bunker – Abiturienten erhalten Einblicke

    Von Ute Neubauer
    24. September 2026
  • Fortuna Düsseldorf besiegt Alstaden mit 12:0 im Niederrheinpokal

    Von Ute Neubauer
    24. September 2026
  • Düsseldorf: Staatsschutz ermittelt nach Körperverletzungsdelikt am Rathausufer

    Von Ute Neubauer
    23. September 2026
  • Was der böse Bube träumte: Immendorff im Kunstpalast Düsseldorf

    Von Birgit Koelgen
    23. September 2026
  • Aquazoo-Direktor Dr. Jochen Reiter verlässt Düsseldorf in 2027

    Von Ute Neubauer
    23. September 2026
  • Düsseldorf: Erschreckend erfolgreiche Sonderaktion der Verkehrsüberwachung

    Von Ute Neubauer
    23. September 2026
  • Düsseldorf Benrath: Polizeihubschrauber kreist über der Paulsmühle

    Von Ute Neubauer
    23. September 2026
  • Düsseldorf: Mitmachaktion zur Laienreanimation am Mittwoch im Gesundheitsamt

    Von Ute Neubauer
    23. September 2026

Textanzeige

  • ServiceGesundheitTextanzeigen

    Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungen im Alltag?

    Vitaminpräparate, Mineralstoffkapseln und Proteinpulver füllen mittlerweile ganze Supermarktregale, wobei die Auswahl so groß geworden ist, dass Kunden oft den Überblick verlieren und zwischen zahllosen bunten Verpackungen kaum noch eine bewusste ...
  • WirtschaftTextanzeigenUnternehmen

    Lokale Suche in Düsseldorf: Wie Betriebe in ihrem Viertel sichtbar bleiben

    Die Frage nach dem nächsten Elektriker, der Steuerberatung in Bilk oder dem Blumenladen mit Sonntagsöffnung wird selten am Schreibtisch gestellt. Sie entsteht unterwegs, am Handy, häufig innerhalb weniger Minuten vor ...
  • DüsseldorfKarnevalTextanzeigen

    Karneval und Rosenmontag: Warum die Traditionen in Düsseldorf bis heute lebendig bleiben

    Mehr als 700.000 Menschen verfolgten laut Angaben des Comitee Düsseldorfer Carneval auch 2026 wieder den Rosenmontagszug in Düsseldorf. Trotz wechselnder Trends, moderner Eventkultur und steigender Sicherheitsanforderungen bleibt der Karneval damit ...
  • ServiceShoppingTextanzeigen

    Beauty-Innovationen, die den Markt aktuell prägen

    Die Beauty-Branche entwickelt sich rasant. Und neue Kosmetik spielt eine zentrale Rolle bei der Veränderung der Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten. Bereits in den ersten Phasen der Kaufentscheidung achten Käufer ...
  • TextanzeigenGesundheitService

    Pflege und Beruf: Wie Arbeitgeber pflegende Angehörige entlasten können (Praxis-Tipps und Anlaufstellen)

    Wenn ein Elternteil stürzt, der Partner nach einer OP plötzlich Hilfe braucht oder eine Demenzdiagnose den Alltag auf den Kopf stellt, geraten viele Berufstätige in ein Dilemma. Termine koordinieren, Pflege ...
  • ServiceBauen & WohnenTextanzeigen

    Strom selbst erzeugen – warum sich Unabhängigkeit plötzlich so gut anfühlt

    Wer seinen eigenen Strom produziert, spürt sofort den Unterschied – nicht nur auf der Rechnung, sondern auch im Kopf. Plötzlich kommt die Energie nicht mehr anonym aus dem Netz, sondern ...
Facebook    RSS Feed
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Kontakt
  • Mediadaten
RSS-Feed - 2026 Ddorf-aktuell