Düsseldorf: Werstenrallye 2025 zu Notinseln und Jugendtreffs

Normalerweise organisiert die Werbegemeinschaft die Werstenrallye jeweils am letzten Freitag im April. Doch da sind in diesem Jahr noch Osterferien, weshalb die Rallye bereits am 4. April startete. Und noch eine Neuerung gab es, denn die Kinder erkundeten nicht nur die verschiedenen Notinseln in Wersten. Das sind Anlaufpunkte in Geschäften oder bei Institutionen, die mit Aufklebern signalisieren, dass der Nachwuchs dort Unterstützung bekommt, wenn er unterwegs ist und Hilfe braucht, Angst hat oder nicht alleine weiter weiß. Die Route der größeren Kinder führte auch zu den Jugendfreizeiteinrichtungen im Stadtteil.

In der Stadtbibliothek konnten die Kita-Kinder eigene Spiele basteln
Rund 100 Kinder hatten sich angemeldet. Die Jüngeren von 5 bis 8 Jahren starteten bereits um 12 Uhr. Die Größeren von 9 bis 12 Jahren kamen nach Schulschluss dazu. Für beide waren unterschiedliche Strecken organisiert. Startpunkt war das DRK Seniorenheim an der Kölner Landstraße, wo alle eine Tasche mit Ausstattung für die Rallye erhielten und mit ihren Betreuer*innen loszogen. Dank zahlreicher Unterstützer*innen in den Geschäften und ehrenamtlichen Helfer*innen erwarteten die Kinder an den Stationen verschiedene Aufgaben. Das waren Spiele, Rätsel oder Basteleien.

In der Provinzial Agentur von Christoph Schlayer konnten die Kinder ihr Geschick beim Falten von T-Shirts und Sortieren von Socken testen
Beispielsweise Christoph Schlayer hatte in seiner Provinzial Agentur einen Koffer voller Strümpfe und T-Shirts. Dort war die Aufgabe die Socken zu sortieren und mit Hilfe eines Faltbretts die Shirts ordentlich zusammenzulegen. An der Apotheke wurden die Flaggen ihren Ländern zugeordnet und in der Stadtbücherei war Basteln angesagt.

Hier ging es darum Länder und ihre Flaggen zuzuordnen
Für alle war im AWO-Aktiv-Treff ein Abschlussfest mit Hotdogs organisiert.
Notinseln in Wersten
Das Projekt Notinseln läuft in Wersten bereits seit 2009. Damit alle Kinder die Stellen kennen, an denen sie Hilfe bekommen können, organisiert die Werbegemeinschaft „Wir in Wersten!“ einmal im Jahr die Rallye mit dem Ziel, so vielen Kindern wie möglich zu zeigen, wo sich die Notinseln befinden, an die sie sich in brenzligen Situationen wenden können.

Wo dieser Aufkleber zu sehen ist, können Kinder sicher sein Hilfe zu bekommen
Die Notinseln signalisieren „wo wir sind, bist du sicher“, hier können Kindern in Notsituationen Hilfe finden. Sei es ein Unfall, ein verlorener Schlüssel, ganz dringend auf die Toilette oder ein vergessenes Handy – die Geschäfte, an deren Tür ein großer Notinsel-Aufkleber zu sehen ist, sind für die Kinder da, rufen Hilfe oder trösten erst einmal. Das Personal in den Geschäften wurde im Umgang mit hilfesuchenden Kindern geschult.
In Wersten beteiligen sich viele Geschäfte, Friseure, Bäcker, Apotheken und die Provinzial. Egal wie klein oder groß die Notsituation eines Kindes ist, der Aufkleber „Notinsel“ gibt die Gewissheit, hier wird geholfen. Mit der Provinzial-Zentrale am Provinzialplatz gibt es sogar eine Notinsel, die 24 Stunden täglich geöffnet ist.

Sie organisieren die Werstenrallye mit: (v.l.) Dirk Rauchmann, Sabrina Hantke und Felix Fuchs
Unterstützung finden die Organisatoren des Notinsel-Projektes bei ihren Partnern der Werbegemeinschaft „Wir in Wersten“, der Bezirksvertretung 9, der Provinzial, dem DRK, den Verkehrshelfern und vielen Freiwilligen.
Ehrenamt in Wersten
Im Stadtteil gibt es viele verschiedenen Aktionen wie das Osterfeuer, Rock am Bach, den Bienenlauf, die Kulturbud Wäschte161 und mehr. Das alles ist nur mit ehrenamtlichen Engagement möglich. Dafür werden immer Unterstützer*innen gesucht. Weitere Informationen gibt es hier.