Düsseldorf Eller: Bei den St. Sebastianus Schützen übernimmt die nächste Generation

Die Zeichen stehen auf Generationenwechsel beim St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf Eller. 20 Jahre lang lenkte Lothar Adams als Schützenchef die Geschicke des Vereins. In diesem Jahr steht Adams zum letzten Mal an der Spitze der Schützenfamilie. Und deshalb begab sich – Ehre wem Ehre gebührt – Oberbürgermeister Stephan Keller am Sonntag auf den Gumbertplatz. Mit gut 100 weiteren Ehrengäste folgte Keller der großen Schützenparade. Und er verabschiedete im Namen der gesamten Stadt Lothar Adams – nicht ohne ihm zuvor für den langjährigen ehrenamtlichen Einsatz zu danken.

Premiere als Oberst des Schützenregiments in Düsseldorf Eller: Can Wüsthoff (rechts). Neben ihm ritt Major Fabian Werner. Nicht im Bild: Major André Franke.

Am Sonntag (2.6.) zogen die St. Sebastianus Schützen in Düsseldorf Eller mit drei Bataillonen durch die Straßen des Stadtteil zur großen Parade auf dem Gertrudisplatz vor dem Stadtteil-Rathaus.
Vom Regimentskönig zum Oberst hoch zu Ross
Neben diesem Wechsel erlebten mehrere Hundert Zuschauer die Premiere des neuen Oberst der Elleraner Sebastianer. Im Vorjahr genoss Can Wüsthoff das Schützenfest noch als Regimentskönig und hatte einen Hofstaat an seiner Seite. In diesem Jahr führte er gemeinsam mit den Majoren Fabian Werner und André Franke die Schützen in drei Bataillonen durch den Stadtteil zur großen Parade. Die wiederum wurde auf dem Gumbertplatz erstmals von David Schellkes, den neuen Chefadjutanten, sachkundig kommentiert. Die Nervosität war dem Mann mit dem Mikrofon auf den Hochsitz nicht anzumerken.

Oberbürgermeister Stephan Keller (l.) würdigte nach der Parade die Verdienste von Schützenchef Lothar Adams, der sein Amt nach 20 Jahren nun weitergibt.
Oberbürgermeister Keller würdigt Schützenchef Lothar Adams
Oberbürgermeister Stephan Keller würdigte nach der Parade in einer kurzen Ansprache die Verdienst des langjährigen Schützenchefs Lothar Adams und wies darauf hin, dass die Stadt Düsseldorf einen Fonds eingerichtet hat, aus dem das Brauchtum unterstützt wird. So soll der Generationenwechsel in den Vereinen durch abgesicherte Finanzen unterstützt werden. Zwar seien, so Keller, nach Corona die Traditionen wieder angelaufen. Doch leichter würde für die vielen Vereine angesichts von Preissteigerungen für Lebenshaltung und Energie nicht.

Stolzer Schütze – und Papa: So wie auf dem Foto zeigten sich zahlreiche Schützen in Düsseldorf Eller bei der Parade mit ihrem Nachwuchs.
Start mit Zapfenstreich und Feuerwerk
Seit Freitagmittag drehen sich die Kirmes-Karussells auf dem Schützenplatz Eller an der Heidelberger Straße. Bei einem Kirchgang in St. Gertrud ehrten die Schützen die Toten und baten – insgeheim – um gutes Wetter für die anstehenden Festtage. Mit einem Zapfenstreich am Schloss Eller und einem beeindruckenden Feuerwerk wurde das Schützenfest eröffnet.

Der erste Teil der großen Schützenparade in Düsseldorf Eller gehört traditionell den Blumenhörnern der Gesellschaften und den Fahnenträgern.
Musikbiwak als klingende Einladung an alle Bürger aus Eller
Am Samstag trommelten die St. Sebastianer für ihr Familien-Schützenfest auf dem Gertrudis-Platz. Das musikalische Biwak mit der Werstener Musik-Company war eine klingende Einladung an alle Bürger*innen, zum Schützenplatz zu kommen und dort einige ausgelassene Stunden zu verbringen. Am Samstagabend wurde das Programm im Festzelt von Beiträgen aus den einzelnen Gesellschaften gestaltet.

Zum Kichern: An der Königskutsche klemmte vor der Parade die Tür. Die Majestäten mussten sich einen Moment gedulden.
Nach dem großen Festzug am Sonntag ermittelten die St. Sebastianer ihre neuen Schützenkönig, der traditionell beim Krönungsball am Sonntagabend gekrönt werden.
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