Düsseldorf: Fahrzeug-Demos sorgen den ganzen Montag für Stau

Der Demonstration der Landwirte haben sich am Montag (8.1.) auch Fahrzeuge eines Entsorgungsunternehmens angeschlossen. Nach einem Treffen auf den Messeparkplätzen sind mehrere Hundert Fahrzeuge im Stadtgebiet unterwegs.

Deutliche Kritik an der Regierung in Berlin
Ursprünglich hatten die Anmelder der Demonstrationen geplant in Richtung Köln zu fahren, um sich den Protesten dort anzuschließen. Dieses Vorhaben wurde am Montagmorgen geändert. Seit den frühen Morgenstunden kommt es zu Verkehrsbeeinträchtigungen auf den Einfallstraßen und Pendlerstrecken in Düsseldorf. Der Großteil der Versammlungen verlagerte sich im Laufe des Tages auf innerstädtische Straßen durch Düsseldorf. Nach Auskunft der Polizei muss bis in die frühen Abendstunden immer wieder mit Verkehrsstörungen gerechnet werden.

Auch am Rheinufer kam es zu Staus
Die Düsseldorfer Polizei bittet darum, die geplanten Aktionen bei der persönlichen Planung zu berücksichtigen und den Verkehrsfunk, auch der örtlichen Radiosender, zu verfolgen.

Nicht nur Landwirte, auch ein Entsorgungsunternehmen demonstriert mit – hier auf der Prinz-Georg-Straße
Der Rheinische Landwirtschaftsverband hat für Mittwoch (10.1.) Aktionen in Düsseldorf angemeldet. Dann soll es Protestfahrten zu den NRW-Zentralen der Parteien geben, wo man Petitionen überreichen will.
Die Aktionswoche der Landwirte vom 8. bis zum 12. Januar endet mit einer Großkundgebung in Berlin, die für den 15. Januar geplant ist.

Um 11:40 Uhr am Montagmittag bewegte sich die Demonstrationen im Bereich des Rheinufers – wie an der Online-Staukarte der Datdt gut zu erkennen ist, Grafik: Screenshot vtmanager.duesseldorf.de/info/#main, Quelle: OpenStreetMap
Informationen über die aktuelle Verkehrslage gibt es hier online.
Die Bauern sind sich intern nicht einig, ob nach dem Kompromiss der Bundesregierung Proteste noch angesagt sind. Die Befreiung von der KfZ-Steuer soll nun doch beibehalten werden und die Steuervergünstigung beim Agrardiesel werden in diesem Jahr nur um 40 Prozent reduziert, dann Schrittweise bis 2026 abgebaut. Der Deutsche Bauernverband will am Protest festhalten, da beide Kürzungen nicht tragbar seien.