Düsseldorf: Integrationsagenturen starten Demokratie-Kampagne

Mit der Plakat- und Postkartenaktion „Demokratie lebt vom Erinnern – Rechtsextremismus vom Vergessen“ setzt das Netzwerk der Integrationsagenturen in Düsseldorf anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus (17. März bis 30. März 2025) ein klares Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.
Bei der Vorstellung der Kampagne wurde am Mittwoch (19.3.) im Beatrice-Strauß-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf an rechtsextreme Anschläge in Deutschland und Düsseldorf von 1945 bis 2025 erinnert. Die Kampagne ist aktuell in mehreren hundert Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege zu sehen.

(v.l.): Ipek Göcmen (Multikulturelles Forum Düsseldorf), Heike Kasch (Diakonie Düsseldorf), Elina Chernova und Jochen Becker (Kin-Top Düsseldorf), Valeria Gerol (Jüdische Gemeinde Düsseldorf), Mark Schimmelpfennig und Ataman Yildirim (AWO Düsseldorf), Vanessa Terporten (Caritasverband Düsseldorf), Marion Warden (Kreisgeschäftsführerin AWO Düsseldorf), Hosai Jabari-Harsini (DRK Düsseldorf), Dr. Bastian Fleermann (Leiter Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf) und Jolie Melody Keller (DRK Düsseldorf), Foto: AWO Düsseldorf
Marion Warden, Sprecherin der liga wohlfahrt und Kreisgeschäftsführerin der AWO Düsseldorf: „Leider ist es wichtig, dass wir auf diese Themen unvermindert hinweisen, denn die rassistischen und antisemitischen Tendenzen in unserem Land und in unserer Stadt haben zugenommen. Deshalb müssen wir den Finger in die Wunde legen und dafür sorgen, dass die Menschen stärker sensibilisiert werden und eine intensive Auseinandersetzung mit Diversität, Diskriminierung, Rassismus und Rechtspopulismus stattfindet.“
„Antisemitismus und Rassismus waren nie weg, wie die wiederholten Anschläge auf jüdisches und muslimisches Leben und die vielen rassistischen Gewalttaten der vergangenen Jahrzehnte zeigen“, betonte Ataman Yildirim, Sprecher des Netzwerkes Düsseldorfer Integrationsagenturen. „Wir starten heute diese Plakataktion, um an die Opfer rechtsextremer Gewalt zu erinnern und uns für eine diversitätssensible, offene und bunte Gesellschaft einzusetzen. Der Einsatz gegen Rechtsextremismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Alle Akteur*innen der Demokratie müssen für eine diversitätssensible Gesellschaft einstehen, Rassismus und Antisemitismus konkret benennen und Handlungsschritte einleiten.“
Im Netzwerk sind die Integrationsagenturen der liga wohlfahrt düsseldorf zusammengeschlossen: AWO, Caritasverband, DRK, Diakonie, Jüdische Gemeinde, Der Paritätische – sowie das Multikulturelle Forum e.V. und Kin-Top Düsseldorf e.V. .