Düsseldorf: Verzögerung in der Paketzustellung durch Streik bei DHL

Nicht nur im Öffentlichen Dienst laufen aktuell Tarifverhandlungen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) verhandelt auch mit der Deutschen Post, nachdem es auch in der dritten Verhandlungsrunde nicht zu einer Einigung kam. Von Dienstagabend (25.2.) bis Mittwochmorgen (26.2.) waren die Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen in allen Paketzentren zu Warnstreiks aufgerufen. Laut ver.di kann es ab Mittwoch zu einer flächendeckenden Verzögerungen bei der Zustellung von Paketen kommen.
„Das in der dritten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot ist völlig unzureichend. Es enthält spürbare Reallohneinbußen für die Beschäftigten, während die Preise im Supermarkt weiter hoch sind“, betont Thomas Großstück, Landesfachbereichsleiter Postdienste, Speditionen und Logistik NRW. „Wir erwarten in der vierten Verhandlungsrunde in der nächsten Woche ein verbessertes Angebot, das einigungsfähig ist. Dafür gehen die Kolleginnen und Kollegen weiter auf die Straße und erhöhen den Druck in den Betrieben.“
Die Arbeitgeber hatten am 14. Februar 2025 ein Angebot mit einer Laufzeit des Tarifvertrags von 27 Monaten bis zum 31. März 2027 vorgelegt, das unter anderem Entgeltsteigerungen ab dem 1. Juli 2025 von 1,8 Prozent und ab dem 1. Oktober 2026 von weiteren 2,0 Prozent vorsieht. Außerdem soll die Urlaubsregelung lediglich so angepasst werden, dass nur einige Beschäftigte einen Urlaubstag mehr erhalten.
ver.di fordert für die rund 170.000 Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und dual Studierenden bei der Deutschen Post AG eine Tarifsteigerung von linear sieben Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden werden drei Tage Urlaub mehr sowie ein zusätzlicher Urlaubstag für ver.di-Mitglieder gefordert.
Die nächste Tarifverhandlungsrunde ist für den 3./4. März 2025 angesetzt.