Düsseldorf: Tausende feiern gemeinsam beim KDDM Sport- und Familienfest

Das Organisationsteam der 10. Auflage des Sport- und Familienfestes des Kreis der Düsseldorfer Muslime (KDDM) hatte bezüglich des Wetters am Donnerstag (30.5.) mit dem Schlimmsten gerechnet. War es in den vergangenen Jahren immer recht heiß, drohte diesmal Regen und mehr. Doch wenn so viele Religionen gemeinsam feiern, muss wohl der Wettergott ein Einsehen gehabt haben – es blieb trocken und die Stimmung war bestens. Bevor auf der Anlage des VfL Benrath ab 11 Uhr zahlreiche Stände zum Besuch einluden, hatten am Morgen bereits 20 Senioren- und 6 Junioren-Teams mit ihrem Fußballturnier begonnen. Neben dem KDDM-Cup stand alles im Zeichen von Gemeinschaft und kultureller Vielfalt.

Seifenblasen-Künstler Thomas begeisterte die Kinder
Für die Kinder war ein riesiger Spielbereich mit Hüpfburg, Basteln, Sackhüpfen und vielem mehr aufgebaut. Dabei war der Polizeiwagen mit den Bezirksbeamten Astrid Burkert, Marco Joura und der Kontaktbeamtin für interkulturrelle
und interreligiöse Angelegenheiten, Seher-Yeliz Ates, fast die größte Attraktion.

Polizeikommissarin Seher-Yeliz Ates war bereits im vergangenen Jahr beim Fest und freute sich mit ihren Kollegen über das große Interesse
Bereits in den vergangenen Jahren war die Polizei beim Fest vertreten, hatte ihren Stand aber im Bereich der Bühne aufgebaut. Mitten im Kinderspielbereich waren sie stetig umlagert, denn viele wollten auf den Fahrersitz des Polizeiwagens klettern oder die Schutzweste und Helm anprobieren.

Auf dem Ascheplatz waren Tische und Bänke aufgebaut, rundherum waren die Stände platziert
Auf dem Ascheplatz sorgten zahlreiche Stände für eine große Vielfalt an Essen und Trinken. Auch die SPD, Bündnis90/Die Grünen, verschiedene Organisationen und Sponsoren hatte ihre Zelte aufgebaut. Die große Bühne bot Raum für ein buntes Programm mit Musik, Folklore und Comedian Benaissa. Marcel von den Datteltätern moderierte und stand auch immer wieder für Selfies zur Verfügung.

Der Start des 3-Kilometer-Laufs der Männer/Jungen
Neben dem Fußballturnier hatte in diesem Jahr ein 3-Kilometer-Lauf Premiere, der auf der Tartanbahn der Anlage und im benachbarten Gelände ausgetragen wurde. Die Sieger*innen wurden mit elektronischer Zeitmessung ermittelt und erhielten von Bürgermeisterin Clara Gerlach ihre Pokale.

Dalinc Dereköy, Vorsitzender des KDDM, gab OB Stephan Keller mit auf den Weg, dass auch die CDU im nächsten Jahr gerne einen Stand beim Fest aufbauen dürfe
Der KDDM ist eine Zusammenschluss von 31 islamischen Institutionen und Moscheen aus Düsseldorf repräsentiert derzeit rund 20.000 Düsseldorfer Muslime. Als solcher ist der KDDM auch Mitglied im Rat der Religionen, bei dem sich Muslime, Katholiken, Protestanten und Juden gemeinsam für Frieden und Zusammenhalt in der Gesellschaft einsetzen. Geplant ist auch die buddhistische Gemeinschaft einzubeziehen. Bei der Vorstellung des Rats der Religionen auf der Bühne betonte Michael Szentei-Heise, Direktor der Jüdischen Gemeinde im Ruhestand, dass es das Ziel sei, gemeinsam eine Art religiöse-moralische Instanz zu bilden, die sich für gemeinsame Werte einsetze.

Sie stellten den Rat der Religionen vor: (v.l.) Natalie Schneider vom Katholikenrat, Michael Inden – Diözesanpräses der katholischen Arbeiterbewegung, Michael Szentei-Heise – Direktor der Jüdischen Gemeinde im Ruhestand, Superintenden der Evangelischen Kirche Düsseldorf Heinrich Fucks und Dalinc Dereköy
Diese Gemeinschaft wird schon seit vielen Jahren beim KDDM-Cup gelebt, wenn die Schiedrichter das Ehrenspiel anpfeifen. Dabei tritt das Traditionsteams von Fortuna Düsseldorf – verstärkt um Oberbürgermeister Stephan Keller – gegen eine interreligiöse Auswahl an. Es hat bereits Tradition, dass das Ergebnis zugunsten der Fortuna ausfällt, wobei Ratsherr Samy Charchira mit einigen Glanzparaden das Ergebnis auf 0:10 halten konnte.

Die Teams des Ehrenspiels
“Das KDDM Familien Sommerfest ist eine einzigartige Gelegenheit, sich von der Vielfalt der Kulturen und Religionen inspirieren zu lassen und einen unvergesslichen Tag mit Familie und Freunden zu erleben”, betonte Veranstaltungsleiter Redouan Aoulad Ali. “Es ist eine Veranstaltung, die unsere Gemeinschaft fördert, den guten Zweck verfolgt und Menschen unterschiedlicher Hintergründe unserer Stadt zusammenbringt. Mehr Zusammenhalt und Integration gehen kaum.” Und so dürfen sich alle bereits auf die 11. Auflage des Festes im kommenden Jahr freuen.
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