Düsseldorf: Die starken Unterstützer des Kinderhilfezentrums feiern Jubiläum – der Freundeskreis und die Stiftung

Zugegeben, den elften Geburtstag zu feiern ist eigentlich eher der Stil der Karnevalisten. Doch das elfjährige Bestehen der Stiftung Kinderhilfezentrum fällt zusammen mit dem 50. Geburtstag des Freundeskreises Kinderhilfezentrum und damit Grund genug für ein Fest. Der Klosterhof im Maxhaus bot am Donnerstag (27.10.) den Rahmen für die Feier, mit denen auch all jenen gedankt werden sollte, die das Motto „Helfen Sie mit, damit wir helfen können“ leben lassen.
Das Kinderhilfezentrum an der Eulerstraße bietet rund 100 Kindern und Jugendlichen zwischen zwei und zwanzig Jahren in zehn Gruppen eine Heimat auf Zeit, weil sie aus den verschiedensten Gründen nicht bei ihren Familien leben können. Die meisten von ihnen gehen zur Schule und wenn sie alt genug sind, können sie in Gruppen und Wohnungen außerhalb der Eulerstraße ihren Weg in die Selbstständigkeit trainieren. Träger des Kinderhilfezentrums ist das Düsseldorfer Jugendamt, doch über den städtischen Einsatz hinaus gibt es weitere Förderer.

Die Mitglieder von Freundeskreis (FK) und Stiftung (ST): (v.l.) Helga Welland (ST), Charles Dietrich (FK), Claudia Aufderhaar (FK), Philipp Bergbusch (FK), Jutta Giffels (ST), Claudia Rüdinger (ST), Dr. Frauke Viebahn (ST), Sabine Ilbertz (ST), Jörg Haas (FK) und Michael Riemer (ST) mit Moderatorin Anke Kronemeyer
Seit 1972 begleitet der Freundeskreis Kinderhilfezentrum die Kinder und Jugendlichen. Dabei wird zum Teil individuell unterstützt und gefördert, oder auch Angebote für viele Kindern gemacht. Ermöglicht wurden durch den Freundeskreis beispielsweise neue Schultornister oder digitale Ausstattung fürs Lernen, Ausflüge und Ferienfreizeiten, Sport- und Musikunterricht, die Modernisierung der Besuchsräume oder eine neue Kletterwand. Es sind viele kleine Dinge, die den Kindern das Leben im Kinderhilfezentrum leichter und schöner machen. Ziel ist es, den Kindern zu einem eigenständigen glücklichen Leben zu verhelfen.

Smilla ist auch ein “Kind” des Kinderhilfezentrums. Ihr musikalisches Talent wurde durch die Musikschule Subito durch Unterstützung des Freundeskreises gefördert und Smilla bewies eindrucksvoll, wie gut dies gelungen ist
Doch in der Vereinssatzung des Freundeskreises ist festgelegt, dass finanzielle Mittel zeitnah ausgegeben werden müssen und man keine Rücklagen bilden darf. Da einige Projekte nur mit größerem finanziellen Aufwand zu realisieren sind, wurde deshalb vor elf Jahren die Stiftung Kinderhilfezentrum gegründet. Durch den Einsatz verschiedener Gönner*innen kam ein Stiftungskapital zusammen, mit dem sich langfristig arbeiten lässt. Die Gelder werden von einem Stiftungsrat kontrolliert, was Spender*innen die Sicherheit gibt, dass ihr Geld zweckgebunden für das Kinderhilfezentrum eingesetzt wird.

Michael Riemer und Frank Schrade verbindet eine besondere Freundschaft, aber auch zahlreiche weitere Gäste gratulierten zum Jubiläum
Am Donnerstagabend berichteten die Kuratoriumsmitglieder stolz vom realisierten Snoezelen-Raum, dem Programm für Begabtenförderung und dem Musikunterricht. Für Heranwachsende in der Ausbildung oder im Studium gibt es ebenfalls Fördermöglichkeiten durch Stipendien.
Wie erfolgreich die Arbeit von Freundeskreis und Stiftung ist, konnten die Besucher*innen der Feier selber erleben, denn das musikalische Programm wurde von Smilla und Michelle gestaltet, die im Kinderhilfezentrum lebten und in der Musikschule Subito am Klavier ausgebildet wurden. Olaf Schmeisser vom MitmachZirkus bietet regelmäßig Workshops im Kinderhilfezentrum an und moderierte am Donnerstagabend eine Runde mit ehemaligen Bewohner*innen, die ihre Erinnerungen an die Eulerstraße vermittelten. Für Michael Riemer hatten sie einen großen Blumenstrauß mitgebracht, denn er ist auch im Ruhestand weiterhin für die Kinder und Jugendlichen im Einsatz.

Zum Ende des Abends gab es stehenden Applaus für Michael Riemer, der sich seit vielen Jahren für Freundeskreis und Stiftung engagiert
Das Motto der Stiftung „Fragen, Handeln, Fördern!“ ist für ihn immer noch täglicher Anspruch. So wunderte es auch nicht, dass es zum Abschluss des Abends stehenden Applaus für Riemer gab, denn zahlreiche der Gäste hatte er gekonnt für den Einsatz für das Kinderhilfezentrum gewonnen.