Düsseldorf: Ordnungsamt und Polizei wurden von Corona-Demonstrationen überrascht

Zu der am Samstag aus dem Ruder gelaufenen Corona-Demonstration teilten die Düsseldorfer Polizei und das Ordnungsamtes am Sonntag (14.3.) mit, es seien deutlich mehr als die 500 angemeldeten Demonstranten zum Landtag gekommen. Auf rund 2.000 Menschen sei man nicht vorbereitet gewesen und habe Verstärkung angefordert. Mit den Unterstützungskräften hätte es eine Kontrolle der Maskenpflicht geben sollen. Dazu sei es erst später gekommen, da sich die Demonstration verlagert hätte und schließlich sogar in einem Aufzug mündete. Im Laufe der Veranstaltung habe es zahlreiche Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung sowie massiven Widerstandshandlungen gegeben. Es seien Platzverweise und Anzeigen gefertigt worden.
Am Landtag griffen die Polizeikräfte nicht ein, als sich die beiden Versammlungen zusammenschlossen
Erlaubt waren bei der Veranstaltung vor dem Landtag 500 Personen. Fast 2.000 sind gekommen, ohne dass die Polizei oder das Ordnungsamt dagegen etwas unternommen haben. Die als Kundgebung angemeldete Veranstaltung schloss sich mit einer weiteren Veranstaltung der sogenannten Querdenker 211 auf dem Johannes-Rau-Platz zusammen. Für die dort angemeldeten 99 Teilnehmer war im Vorfeld ein Spaziergang genehmigt worden. Auf diesem bestanden dann auch die 2.000 Menschen, die auf dem Platz vor der Staatskanzlei laut „Widerstand“, „Wir sind das Volk“ und „Straße frei“ skandierten.
OSD und Polizei kontrollierten einige Personen, die sich auffällig gezeigt hatten
Die Einsatzkräfte von Polizei, die Reiterstaffel der Landespolizei und die Mitarbeiter*innen des Ordnungsamt konnten nicht verhindern, dass sich die Menschenmenge in Richtung Rheinufer und später über die Haroldstraße in Richtung Kö bewegte. Erst an der Kreuzung Breite-/Bastionsstraße konnte eine größere Gruppe Demonstranten gestoppt und eingekesselt werden.
Erst gegen 18 Uhr ging es Großaufgebot von Polizei und OSD in die Menge, um Personalien bei Verstößen gegen die Maskenpflicht aufzunehmen
Hier gingen die Polizeikräfte gegen Störer vor, erteilten Platzverweise und nahmen einzelne Teilnehmer in Gewahrsam. Nach eigenen Angaben schrieb die Polizei insgesamt vier Strafanzeigen wegen Widerstandes gegen Polizeibeamte. Zwei Personen wurden in Gewahrsam genommen. Ordnungswidrigkeitenanzeigen aufgrund von Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung wurden auch von den Mitarbeiter*innen des Ordnungsamtes gefertigt. Die genaue Anzahl werde am Montag mitgeteilt.