Düsseldorfer EG daheim mit dem kürzeren Ende gegen die Münchener Bullen: 1:3

Chancen gab es reichlich, Punkte nicht und lediglich einen Ehrentreffer: Die Düsseldorfer EG verlor am Sonntag (3.12.) daheim gegen den starken EHC Red Bull München mit 1:3 (0:0; 0:2; 1:1).
Daniel Weiß wurde für sein 500. DEG-Spiel geehrt – das Trikot überreichte Geschäftsführer Stefan Adam (r.).
Zielstrebig starteten die Düsseldorfer in die Partie. Der Münchner Maximilian Kastner musste in der 12. Spielminute wegen eines Hakens auf die Strafbank. In der Überzahl brachte Alex Barta die Scheibe von der rechten Seite aufs Tor, Dmitriev versuchte abzufälschen (14.). Danach – und noch immer in Düsseldorfer Überzahl, setzte Daschner einen Gewaltschuss von der blauen Linie ab und sowohl Machacek als auch Dmitriev setzten nach (14.). Der Jubelschrei lag den DEG-Fans unter den 6.385 Zuschauern bereits auf den Lippen, als Kammerer in einem 2:1-Konter von der rechten Seite aus Schoss, die Scheibe Kevin Marshall auf den Schläger fiel und dieser nicht einschoss (18.). Am Ende blieb das erste Drittel torlos.
Zwei Gegentore innerhalb von drei Minuten
Dan Bakala hält das Penalty von Michael Wolf (24. Minute).
Druckvoll machte die DEG weiter. Wieder in Überzahl knallte Barta die Scheibe von rechts ans Gestänge (23.). Als Daschner einen Schlagschuss in die Beine eines Münchners spielte, spritzte Michael Wolf in Unterzahl dazwischen und wurde bei seinem Gegenstoß von Daschner regelwidrig gestoppt. Beim Penalty war er dann aber zu verspielt, Dan Bakala im Düsseldorfer Tor blieb Sieger (24.). Dann hatten die Münchner eine gute Phase. 27. Minute: Der Münchener Aucoin spielte die Scheibe an die blaue Linie zu Joslin, der aus zentraler Position abzog, während viel Verkehr vor Bakala herrschte. Das Schiedsrichtergespann Köttsdorfer/Stricker gab den Treffer nach Videobeweis (27.) München drückte weiter. Nur drei Minuten bekam der von hinten heranrauschende Ryan Button die Scheibe und verwandelte zum 0:2 (30.).
Düsseldorfer Druck ohne zählbares Ergebnis.
Rüder Kniecheck
Danach durfte die DEG noch mehrmals in Überzahl ran. Der Aufreger des Drittels ging aufs Konto von Darryl Boyce, der Marcel Brandt mit einem rüden Kniecheck zu Fall brachte und vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. 77 Sekunden der fünfminütigen Überzahl fielen noch ins zweite Drittel. Die DEG feuerte eine weitere Salve vielversprechender Schüsse in Richtung des Bullen-Keepers Leggio, doch der Puck wollte nicht rein.
DEG-Treffer kommt zu spät
JeremyWelsh traf in der 58. Minute zum DEG-Ehrentreffer, im Vordergrund frohlockt Dmietriev.
Leider konnte die DEG den Schwung aus den Schlusssekunden des Mittelabschnitts nicht ins letzte Drittel hinüberretten. Die verbleibende Überzahl verstrich wirkungslos. Mit einem perfekt vorgetragenen Gegenangriff sorgte der EHC für die Entscheidung. Hager ließ vor dem Tor zum 0:3 abtropfen (45.). In einer weiteren Überzahl ging Mike Pellegrims volles Risiko; die DEG agierte mit sechs Feldspielern. Und tatsächlich: Jeremy Welsh bezwang. Machacek hatte ihn im Slot erspäht und die Scheibe von der rechten blauen Linie flach dorthin gespielt (58.). Der Treffer kam allerdings zu spät. Die DEG bäumte sich noch einmal auf, München aber ließ nichts mehr anbrennen.
Die DEG sackt auf Tabellenplatz zehn – davor sind aber alle Mannschaften eng beieinander. Am Freitag steigt das Straßenbahnderby gegen die Krefeld Pinguine (19.30 Uhr). Am Sonntag kommen die Grizzlys Wolfsburg in den ISS Dome (17 Uhr).
Fotos: Karina Hermsen