Düsseldorf – Die Linke: Kreisvorsitzende bestätigt – Solidarität mit 168 Reinigungskräften am Flughafen

Die Düsseldorfer Linke hat ihre Kreisvorsitzenden, Natalie Meisen und Udo Bonn, bestätigt. Bei den Wahlen am Samstag (2.12.) bekam Natalie Meisen 66 Prozent der Stimmen, Udo Bonn 91 Prozent. Die Versammlung im Bürgerzentrum Düsseldorf Bilk solidarisierte sich mit den von Kündigung bedrohten 168 Reinigungskräften am Flughafen.
Die 24-jährige Studentin Meisen und der 64-jährige Gewerkschafter Bonn traten für Die Linke vor kurzem als Direktkandidaten zum Landtag NRW und zum Bundestag an. Neben den beiden Sprechern wurden gewählt: Annette Koustas (Geschäftsführerin), Peter Kirchner (Schatzmeister), Malin Becker, Heidemarie Behrens, Dana Morisse, Marcel Bauer, Olaf Nordsieck, Thomas Obst und Martin Wähler.
Die Linke tagte im Stadtteilzentrum Düsseldorf Bilk.
Die Versammlung diskutierte die politische Lage in Düsseldorf, unterstützte die Proteste gegen den AfD-Parteitag und beschloss eine Solidaritätserklärung für die 168 Reinigungskräfte am Düsseldorfer Flughafen, die zum Jahreswechsel ihren Job verlieren sollen, weil dort der für die WCs zuständige Dienstleister wechselt.
"Persönlich wütend"
Udo Bonn sagte: „Streiks sind gerechtfertigt. Menschen, die jahrzehntelang mit einem befristeten Arbeitsvertrag Flughafen-Toiletten geputzt haben, stehen vor dem Nichts. Ich bin als Gewerkschafter auch persönlich wütend, dass eine Firma wie Klüh ihre Risiken durch befristete Arbeitsverträge voll auf ihre Beschäftigten abwälzen konnte. Solche Arbeitsverträge fordert Die Linke zu verbieten. Jetzt kann man nur helfen, indem man die Anliegen der Reinigungskräfte und ihrer Gewerkschaft IG Bau unterstützt und das mit der Unterschrift unter ihre Online-Petition unter weact.campact.de/p/flughafenreinigung nach außen zeigt.“
Stadt in der Mitverantwortung
Bonn sieht die Stadt in der Mitverantwortung. Oberbürgermeister Thomas Geisel habe die Übernahme der Beschäftigten zu einer Vorbedingung für den Betreiberwechsel von Klüh zum neuen Dienstleister Sasse machen müssen. Geisel hatte sich dafür eingesetzt, dass Sasse die Adressen der bisherigen Putzkräfte bekommt. Bewerben müssen sich diese aber komplett neu.
Fotos: Lawrence Dlangamandla