Düsseldorf – Referenzpunkt

Am Rheinufer, am Rande der Altstadt, in der Nähe der unübersehbaren Pegel-Uhr ist etwas Fragwürdiges in die Mauer eingelassen oder auf dieselbe montiert. Es hat etwas mit Schie-pi-ess zu tun.
Nun weiß inzwischen fast jedes Kind, was das GPS ist, das Global Positioning System, zu Deutsch: das Globale Positionsbestimmungssystem. Mit einer Genauigkeit von einem Meter kann ein Nutzer (per Handy etwa) seinen Standpunkt erfahren.
Deswegen waren bei der Stadt auch wohl modern denkende und gutmeinende Menschen am Werk, als sie einen Referenzpunkt schufen: Am Rathausufer. „Die Koordinaten sind vom Vermessungs- und Katasteramt der Landeshauptstadt Düsseldorf mit hoher Präzision und Zuverlässigkeit bestimmt worden“, so sagt es die Stadtverwaltung.
Nutzlos
Das wird auch nicht angezweifelt. Das mag so sein. Aber ist nutzlos. Nicht etwa deshalb, weil es kein Schie-pi-ess mehr gibt, nein, das funktioniert. Aber unser Referenzpunkt nicht mehr. Er ist ausgewaschen, vergilbt. Oder sonst was.
Er ist schlicht nicht lesbar.
Bürokratische Praxis lässt sich mit Kunden-Orientierung ganz einfach nicht vereinbaren.