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Home›Wirtschaft›Bildung›Düsseldorfer Stadtbücherei: Rückläufiger Trend – weniger Ausleihen als 2014

Düsseldorfer Stadtbücherei: Rückläufiger Trend – weniger Ausleihen als 2014

Von Dirk Neubauer
23. Juni 2017
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Von der schlichten Ausleihe zum Treffpunkt und Lernort: die Stadtbücherei veröffentlichte ihre Bilanz für 2016

1,4 Millionen Leser kamen zu Fuß, weitere 2,1 Millionen flogen virtuell durchs Netz herbei: Die Stadtbücherei Düsseldorf lieh im Jahr 2016 exakt 4,97 Millionen Bücher, CDs, Kassetten, Platten, Disketten, Videos aus. Zum Vergleich: 2014 waren es 5,21 Millionen Medien, im Jahr 2015 5,36 Millionen.  

Dass sich in Zeiten harter Herzen und verschlossener Portemonnaies solche Zahlen rasch in Politik verkehren, hat Bücherei-Direktor Norbert Kamp geahnt. Ausführlich wird in der Bücherei-Bilanz 2016 begründet, warum trotz des enormen Trends zur Online-Ausleihe die zentrale Stadtbücherei in fünf Jahren ein größeres, schöneres und auch teures Zuhause braucht. Kamp ist ein haptischer Mensch, der vermutlich gerne Papier und Seiten berührt. Deshalb hat er seine Jahresbilanz nicht als Excel-Tabelle vorgelegt, auf einer Seite DIN A4 und so Steuergeld gespart, sondern zeigt sich und seine Bücherei in opulentester Magazin-Form.
Die Hauptbotschaft: Die Ausleihe als Kerngeschäft der Stadtbücherei lockt gar nicht mehr so intensiv. Das kann tatsächlich mehr und mehr digital erledigt werden. Die Bibliothek sei für die Menschen Treffpunkt, Arbeitsraum, Lernort und „zweites Wohnzimmer“.

Lernort: Engpass bei den Arbeitsplätzen

Mit Projekttagen und Workshops unterstreicht die Stadtbücherei ihren Anspruch, ein Lernort zu sein. Zu mehr als 100 Themen gibt es Medienboxen und Klassensätze zum Ausleihen. Regelmäßige Führungen zeigen künftigen Nutzern, wie sie Gebrauch machen können von der Stadt-Bücherei. Der Blick ins Obergeschoss zeigt, dass dies angenommen wird: Dort ist es ab 14 Uhr schwierig einen Arbeitsplatz oder gar einen Tisch zur Gruppenarbeit zu ergattern.

Internationaler Begegnungspunkt

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Flüchtlinge sind zwischen den Buchregalen Willkommen

Flüchtlinge sind willkommen zwischen den Buchregalen. Für sie gibt es spezielle Führungen und zweisprachige Autorenlesungen. Zudem öffnet an jedem ersten Donnerstag im Monat zwischen 17.30 und 19.30 Uhr das Willkommen-Café.

Demnächst in der Stadtbücherei

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KAP 1 – der Kultur-Neubau in Düsseldorf

Laut Ratsbeschluss vom 18. Mai 2017 wird die Zentralbibliothek in das Gebäude Konrad Adenauer Platz 1 (KAP 1) umziehen. Voraussichtlicher Umzugstermin ist im Frühjahr 2021.
Nach augenblicklicher Planung wächst die Größe des Publikumsbereichs auf 7.750 Quadratmeter. Die Anzahl der Publikumsarbeitsplätze steigt auf rund 600 erhöht werden; es werden auch Gruppenräume zur Verfügung stehen. Kinder- und Jugendbibliothek erhalten getrennte Räume. Ein Veranstaltungsraum mit moderner Technik sowie ein Lesecafé komplettieren das Angebot.

Neue Dinge ausprobieren

Das Anforderungsprofil für die Bibliothek der Zukunft wird aktuell mit der Einrichtung eines "LibraryLab" in der jetzigen Zentralbibliothek erhärtet, in dem Besucherinnen und Besucher bereits ab Herbst 2017 neue Dinge ausprobieren können. Hier wird digitale Technik erfahrbar; man kann zum Beispiel in der "Virtual Reality Lounge" virtuelle Welten gemeinsam erkunden. Die Publikums-Eröffnung ist für den 14. Oktober geplant.

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