Letzte Vorstellung von Dügida in Düsseldorf für dieses Jahr

Am Freitag war Unterrath der Ort für die letzte Dügida-Demonstration in diesem Jahr. Melanie Dittmer und 34 Anhänger waren gekommen und schwenkten neben der Deutschen auch die Französische Fahne. Sprechen durfte Melanie Dittmer nicht, aber ein Mitstreiter informierte die Schar ganz in ihrem Sinne. Die beste Botschaft für Düsseldorf dabei: Ob und wann es weitere Demonstrationen geben wird, bespricht man im nächsten Jahr.
Dügida weglachen
Die Gegendemonstranten hatten sich für Freitag eine besondere Aktion ausgedacht. Nach dem Motto „Ihr seid so lächerlich – Dügida weglachen“ wurden Witze gegen die braune Pest verlesen und Lachsäcke aktiviert. 300 Unterrather und Nazi-Gegner waren gekommen, um klar zu zeigen: Dügida hat keine Chance, nicht in Unterrath und nicht in Düsseldorf.
Lachsäcke gab es gegen eine Spende und sie waren schnell vergriffen
35 Gestalten schleichen um den Block
Die Polizei setzte an der Kalkumer Straße auf strikte Trennung der Gegendemonstranten und Dügidas und hatte den Sicherheitsabstand im Vergleich zur letzten Demonstration vergrößert. Bei dem Marsch durch die Straßen sicherte die Polizei den Weg der Rechten Demonstranten ab. Diesmal blieben Aktionen der Bewohner an der Wegstrecke aus oder wurden von der Polizei unterbunden. Per Handmegaphon skandierte die Gefolgschaft die Sprüche, die Melanie Dittmer ihrem Sprecher vorgab. „Merkel muss raus“ wurde auf ihren Wunsch besonders oft gerufen, damit meinte sie den Geschmack der Unterrather zu treffen.
Der Bürgersteig war breit genug für die wenigen Dügida-Anhänger
Melanie Dittmer reist im Auto an, ihre Anhänger mit der Bahn
Kritische Situationen gab es am Freitag bei der An- und Abreise mit der Straßenbahn. Dort waren bei der Anreise die gegnerischen Gruppierungen bereits aufeinander getroffen und auch bei der Abreise drohte die Situation zu eskalieren. In der Straßenbahn, die die Dügidas gegen 21 Uhr besteigen sollten, saßen bereits zahlreiche Gegendemonstranten. Da die Polizei den Zustieg der Rechtsradikalen nicht verhinderte, entschärften die Antifas die Lage und stiegen aus.