111 jecke Fahrgäste bei Straßenbahnsitzung der Hoppediz-Wache

Premiere im Düsseldorfer Karneval: Die Hoppediz-Wache feierte am Samstag (7.2.) die erste Straßenbahnsitzung. Dem Präsidenten Clemens Kaiser war die Idee eines Nachts gekommen und flux wurde sie mit dem Partywagen der Rheinbahn realisiert. Die Resonanz war groß und die Karten blitzschnell ausverkauft.
Clemens Kaiser, Präsident der Hoppediz Wache
Wer eine Fahrkarte ergattert hatte, wurde bei der Abfahrt am Düsseldorfer Hauptbahnhof mit Bierdeckelorden und Lunchtüte versorgt. Getränke waren an Bord, die Fetzer wurden am Bahnhof noch eingeladen und schon startete die Fahrt. Wie bei jeder Premiere ging nicht alles glatt. Die Stromversorgung der alten Bahn war der Technikausstattung der Fetzer nicht gewachsen und so tönte nach dem ersten Lied der Ruf „Hier stink es, wir müssen mal aufhören“. Das absolut textsichere Publikum hatte damit kein Problem, so wurde eben nur mit Trömmelchen und Gitarre weiter gesungen.
111 jecke Fahrgäste kamen zur ersten Straßenbahn-Sitzung
Nach gut 30 Minuten war das erste 20 Liter Fass leer, nach etwa 40 Minuten gab es den ersten Stopp: Pipi-Pause am Benrather Betriebshof. Doch die Fahrt ging bunt weiter. Das Programm wurde mit Rogie von Pänz in de Bütt, den Ringschiffern, dem Tonnenbauerpaar aus Niederkassel und der Band Muckefuck fortgesetzt. Die Fahrt endete nach vier Stunden, doch für die jecken Fahrgäste war dann noch nicht Schluss. In der Brauerei Schumacher ließen sie den Abend ausklingen.